Inklusionslauf am 22. April 2018

Mit über 400 Läuferinnen und Läufern und unserem Inklusionspavillon auf dem Burgplatz waren wir dieses Jahr in leuchtenden pinken T-Shirt am Start. Am Lauf beteiligt haben sich:

  • Werkstatt für angepasste Arbeit
  • Förderschulen (Franz Marc, Theodor Andresen, Mosaik, Rheinische Schule am Volksgarten)
  • Astrid-Lindgren-Grundschule
  • Gemeinsam Leben und Lernen
  • Lebenshilfe und SMS-02
  • KoKoBe
  • Sportamt Stadt Düsseldorf
  • Sportbund Rhein Kreis Neuss
  • Und viele Privatpersonen

Wir haben fast 800 Gas-Luftballons mit unserem Slogan „Inklusion schaffen wir“ verteilt und das Bild auf dem Burgplatz dadurch geprägt und bunt gemacht. Alle Teilnehmenden haben eine persönliche Urkunde erhalten. Der Sportbund Rhein-Kreis Neuss hat nach dem Lauf neben dem Pavillon auf dem Burgplatz eine kleine Siegerehrung vorgenommen. Im Online-Magazin "Report D" und in der "Rheinischen Post" sind Artikel zu unserem Inklusionslauf erschienen.

Christina Dill

Bericht aus der Rheinischen Post

Bericht aus "Report D"

Diversity-Auftaktveranstaltung der Stadt Düsseldorf am 2. Dezember 2016

Am 2.12.2016 fand im Kulturzentrum Zakk Düsseldorf die Eröffnungsveranstaltung zum Thema Diversity oder übersetzt Vielfallt statt. Grund für die Veranstaltung war die Einführung der neuen Diversity-Beauftragten Renate Hoop der Landeshauptstadt Düsseldorf. Der Ansatz des Diversitykonzeptes ist es, die unterschiedlichsten Gruppen, die in der Gesellschaft diskriminiert zusammen, zu einem gemeinsamen Vorgehen zu vereinen. Das ist für Menschen mit Behinderungen nicht ganz einfach, weil es dort seit vielen Jahren Bemühungen gibt, sich für die Teilhabe am Leben einzusetzen.


Dieser Text ist der recht theoretische Versuch, die beiden Diskussionsstränge von Diversity und Teilhabe behinderter Menschen zusammenzuführen.

 


 

 

 


Bundesteilhahabegesetz - Gesetzentwurf zwischen Hoffnung und Enttäuschung am 18. November 2016

Die Arbeitsgemeinschaft der Vereine behinderter und chronisch kranker Menschen Düsseldorf e. V. hat in Kooperation mit dem Stadtmuseum Düsseldorf am 18. November 2016 eine Veranstaltung zum Gesetzesentwurf des Bundesteilahebegesetz durchgeführt.


Einladungsflyer

 

Die Anwesenden wurden von Herrn Bürgermeister Karen-Jungen, der Leiterin des Museums, Frau Dr. Anna und der Vorsitzenden der ARGE e. V. Frau Kroker-Christmann begrüßt.


Das Eingangangsreferat hielt Herr Wolfgang Wessels, stellvertretender Vorsitzender des Beirats für Menschen mit Behinderung der Landeshauptstadt Düsseldorf und Vorstandsmitglied der ARGE e. V.


Die anschließende, rege Diskussion wurde von der Journalistin Frau Cornelia Benninghoven moderiert.

 


Expertengespräch Behinderung und Beruf

Die Arbeitsgemeinschaft der Vereine behinderter und chronisch kranker Menschen hatte am 14.11.2014 in das Stadtmuseum zu einem Expertengespräch eingeladen. Thema war die Situation behinderter Menschen im Beruf. Eingeladen waren u.a. Menschen, die selbst betroffen sind, als Lehrer behinderte Schüler auf den Einstieg in den Beruf vorbereiten, als Eltern mit dem beruflichen Werdegang ihr Kinder beschäftigt oder Vertreter wichtiger Leistungsträger und Verbände sind, als behinderte Menschen studieren oder diese Studierenden unterstützen.

 

Bei den behinderten Studierenden wurde verständlicherweise auf die Schwierigkeit verwiesen, einen Arbeitsplatz zu finden. Selbst die Vermittlung eines Praktikumsplatzes kann zu einem unverhältnismäßigen Aufwand führen. Die Praktika sind aber ein wirkungsvolles Instrument, einen Arbeitsplatz zu gewinnen, wenn sich beide Seiten in dem unverbindlichen Rahmen eines Praktikums zuvor kennen gelernt haben. In den Schulen ist traditionell die Vorbereitung auf den Beruf Thema, auch wenn durch die wieder zunehmende Teilhabe behinderter Schüler am allgemeinen Unterricht das Bemühen um die berufliche Integration aus der Schule heraus zurückgeht.

 

Wenig war über die Situation von Eltern zu erfahren, deren behinderte Kinder Eingang in Ausbildung und Berufsleben finden wollen.

 

Die Unterstützung im Berufsleben ist aber weiterhin vielfältig. Hierzu gehören Leistungen der Agentur für Arbeit, des Integrationsamtes, der städtischen Fürsorgestelle und des Rententrägers, wenn auch dieser Entscheidung trifft, die manchmal schwer zu akzeptieren sind. Hierzu gehört insbesondere die Überleitung eines Rehantrages in den Rentenantrag, obwohl der Rehabilitand noch weiter beruflich tätig sein möchte. Bedauert wird die Rückführung der Zentralen Arbeitsvermittlung für Menschen mit einer besonderen Qualifizierung in Bonn. Diese Aufgaben aber übernehmen jetzt weitgehend die örtlichen Arbeitsagenturen.

 

Die Werkstätten bemühen sich inzwischen stärker um die Überleitung von behinderten Mitarbeitern in den Arbeitsmarkt. Hierzu gehören die Auslagerung von Arbeitsplätzen von behinderten Mitarbeitern in übliche Betriebe oder Behörden. Hier können sich Mitarbeiter erproben, und die Betriebe und Behörden lernen deren Arbeitsfähigkeit und Integrationsbereitschaft kennen. Die Vermittlung in einen sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplatz auf dem ersten Arbeitsmarkt gelingt immer mehr, wenn auch immer noch in kleiner Zahl. Der Kostenträger der Werkstätten der überörtliche Sozialhilfeträger LVR garantiert inzwischen die Rückkehrmöglichkeit der behinderten Mitarbeiter, wenn die berufliche Integration nicht gelingt. Der Anteil der sehr schwer behinderten Mitarbeiter, die kaum noch verwertbare Arbeitsleistungen erbringen können, steigt in den Werkstätten deutlich. Das führt zu einem Mehraufwand in der Betreuung und Pflege.  

 


Psychische Erkrankungen bei Menschen mit weiteren Behinderungen

Während der Anteil der psychisch erkrankten Menschen steigt, steigt auch der Anteil von Menschen, die neben ihrer Erkrankung noch weitere Behinderungen haben. In der Vergangenheit vorherrschende Formen der psychischen Erkrankungen verändern sich nicht selten zu komplexen Erkrankungs- und Behinderungsformen. Dabei sind die vielfältigen komplexen Erkrankungs- und Behinderungsformen nicht nur ein neben einander verschiedener Beeinträchtigungen, sondern sie bewirken sich einander. 


Die Unterstützung der Menschen mit psychischen Erkrankungen und Behinderungen ist auf diese neuen mehrfachbehinderten Menschen mit ihren vielen und vielschichtigen Diagnosen nicht eingestellt. Durch die Veränderungen ergeben sich Fragen zur Zuordnung zu den Unterstützungsleistungsbereichen, zu konkurrierender Finanzierung, zur Mitarbeiterkompetenz, zu Konkurrenz, Versorgungslücken, Abgrenzungsproblemen und zur Erfordernis, in Netzwerken zusammenzuarbeiten.Die Behindertenselbsthilfe in der Stadt Düsseldorf möchte sich auf die Veränderungen in den Bedarfen und ihrer Erfüllung einstellen. Damit der Wandel gelingen kann, braucht die Behindertenselbsthilfe Düsseldorf Experten, die ihr Rat und Unterstützung auf den Weg in die Zukunft geben.


Die Veranstaltung fand am Freitag, 22. November 2013 im Stadtmuseum, Berger Allee 2 im Rahmen unserer Reihe "Expertengespräche" statt. Sie wurde von Wolfgang Wessels, stellvertretender Vorsitzender des Beirates der Menschen mit Behinderungen der Landeshauptstadt Düsseldorf, moderiert und in Kooperation mit dem Stadtmuseum durchgeführt. 


Die Arbeitsergebnisse sind zusammengefasst in einem Protokoll.


Expertengespräch Pflege und Behinderung

In Fortsetzung unserer Expertengespräche trafen sich am 26.10.2012 im Stadtmuseum Düsseldorf Fachleute aus Ministerum, Krankenhäusern, Krankenkassen, Pflegediensten, Schulverwaltung usw., um sich den folgenden Themenbereichen zu widmen: 

  • Pflegebedarf von Menschen mit Behinderung,
  • pflegebedürftige Kinder,
  • Hilfepanung,
  • Menschen mit Behinderung im Krankenhaus 
  • sowie Palliativersorgung.

Die Arbeitsergebnisse sind zusammengefasst in einem Protokoll.


Expertengespräch Inklusion

Am 25.11.2011 trafen sich in den Räumen des Hetjens-Museums Düsseldorf 18 geladene Gäste, um sich mit der Frage auseinanderzusetzen, inwieweit Menschen mit Behinderungen in Düsseldorf Teil des gesellschaftlichen Lebens geworden sind. Für viele Menschen mit Behinderung ist das Leben immer noch ein Leben in der Ausgliederung.

Sie werden von spezifischen Einrichtungen unterstützt, lernen, leben und arbeiten dort und werden dort in ihrer spezifischen Rolle als behinderter Mensch geprägt. Gesellschaft lebt in der Auffassung, dass es für besondere Menschen besondere Orte in der Ausgrenzung zu geben hat. Die Frage der Teilhabe von Menschen mit Behinderung macht sich an dem inzwischen populär gewordenen Begriff der Inklusion fest.

 

In dem Expertengespräch wurde für die einzelnen Lebensbereiche von Kindern erörtert, in wieweit sie inklusiv sind. Hierzu gehören die Erfahrungen, die Eltern machen, wenn sie von der Behinderung ihres Kindes erfahren, die Teilhabe von behinderten Kindern am Lernen in der Kindertagesstätte, Schule und in der beruflichen Eingliederung sowie die Freizeitmöglichkeiten der Kinder. Während für die Situation der Eltern mit sehr kleinen behinderten Kindern kaum Expertenwissen vorhanden war, wurde deutlich, dass die Inklusion der Kinder in den Kindertagesstätten bereits relativ gut gelungen ist. Noch unbefriedigend ist die Inklusion der Kinder im Primarschulbereich, während die Kinder in den Sekundarschulen kaum teilhaben können. Hier werden die Verantwortlichkeiten zwischen Schulträger, Schulaufsicht und Landespolitik hin und her geschoben, so dass die Situation der Kinder und ihre Eltern äußerst unbefriedigend bleibt. Tatsächlich ist die Inklusion in der Bildung der Kinder sehr schwach ausgebildet. Die Kinder bleiben quasi in der fortschreitenden Differenzierung der Schule stecken.

 

Wenig Zeit blieb, die Teilhabe der schulentlassenen jungen Menschen zu reflektieren, die zwar über sehr gute Fördermöglichkeiten verfügen, die aber bislang kaum inklusiv angelegt sind. Die Durchlässigkeit zwischen der betrieblichen und außerbetrieblichen Ausbildung und des Arbeitsmarktes ist sehr gering. Draus ergibt sich das Bild der behinderten Menschen, die in gesellschaftlichen Sonderformen exkludiert lernen, leben und arbeiten.

 

Es gibt in Düsseldorf einige gute Ansätze, Menschen mit Behinderungen inklusiv teilhaben zu lassen. Von einer inklusiven Stadt mit einem vernetzten System der Unterstützung in Regelstrukturen ist man aber noch weit entfernt.

 

 

Klausurtagung 2011

Die Arbeitsgemeinschaft der Vereine behinderter und chronisch kranker Menschen Düsseldorf e.V. führte am 22.10.2011 im FFFZ-Tagungshotel in Düsseldorf eine Klausurtagung für die Vertreter der Mitgliedsorganisationen durch. Es waren zwanzig Teilnehmer anwesend. Die Moderation hatte Herr Wolfgang Wessels übernommen.

 

Es wurde besprochen, ob sich die Vereine für die Einführung des Signet barrierefrei in Düsseldorf einsetzen sollen. Wesentliche Kritikpunkte an den Kriterien konnten inzwischen ausgeräumt werden. Schwierig bleibt die Umsetzung, da die behinderten Menschen, die vor Ort leben, für die Erhebungen und Zertifizierungen vornehmen sollen. Aufgrund der begrenzten Ressourcen bei den Vereinen und in der ARGE ist die Umsetzung kaum möglich, wenn es nicht noch zu nachhaltiger  personeller Unterstützung kommt.

 

Besprochen wurde die Mitgliederstruktur der ARGE, deren stimmberechtigte Mitglieder ausschließlich die Düsseldorfer Vereine als juristische sind. Einzelpersonen haben als Fördermitglieder kein Stimmrecht. Die weitere Diskussion wird in den Vorstand der ARGE und der Mitgliedsvereine verlegt.

 

Die Diskussion zur Inklusion behinderter Kinder an den Schulen bekräftigte die bereits in der ARGE eingenommene Meinung, dass beide Formen der Beschulung in Förder- und inklusiven Schulen vorgehalten werden soll. Für die Förderschulen setzen sich insbesondere Eltern ein, die schwer behinderte Kinder mit einem sehr spezifischen Förderbedarf haben und sich die Förderung in den derzeitigen Regelschulen nicht vorstellen können. Es wird kritisiert dass der Behinderungsbegriff in der Beschulung der Kinder (wie Lernbehinderung) viel zu ausgedehnt wird, so dass es zu einer einseitigen Förderbeschulung kommt. Es besteht daher ein erheblicher Bedarf der Rückführung von Kindern in das Regelschulsystem, auf die man in Düsseldorf noch nicht hinreichend eingestellt ist.

 

Die Frage wir erörtert, ob neben den Runden Tischen des Behindertenbeirates der Stadt Düsseldorf nochArbeitsgemeinschaften der ARGE bestehen sollen. Hierunter fällt insbesondere die Arbeitsgemeinschaft „Bus und Bahn“. Es wurde besprochen die Arbeitsgemeinschaften in der ARGE weiter auszubauen. Es besteht bereits die Arbeitsgemeinschaft „Behinderung und Migration“ in Zusammenarbeit  von ARGE und einzelnen Vereinigungen von Migranten. Ein weiterer Arbeitskreis könnte sich auf die Fragen der schulischen Inklusion beziehen. Der Zweck der Arbeitsgemeinschaften in der ARGE liegt in der Zurüstung der Mitgliedsvereinigungen mit aktuellen Informationen, Trends usw. sowie der Meinungsbildung innerhalb der ARGE. Sie sind unabhängig von den Runden Tischen, die im Kontext des Behindertenbeirates eine zentrale Stellung einnehmen, zu sehen. Es gab ein einhelliges Votum der Teilnehmer für den Fortbestand von „Bus und Bahn“.

 

Behinderung wird immer mehr zu Fragen der Behinderung im Alter. Der Anteil der von Geburt oder seit der frühen Kindheit behinderten Menschen nimmt gegenüber den Menschen ab, die im Alter behindert werden. Die Vereine stehen aber in ihre Tradition der geburtsbehinderten Menschen. Um diesen Wandel zu bestehen und die Selbsthilfestrukturen zu erhalten, bedarf es erheblicher Anstrengungen. Die älteren Menschen zeigen oft sehr wenig Interesse an Zusammenschlüssen und möchten die Vereinigungen oft temporär als Dienstleister nutzen. Das führt unweigerlich zu Konflikten über die Intentionen der Vereinigungen und deren Ressourcen.

 

Mit dem demographischen Wandel verbunden ist die Pflege. Ältere Menschen mit Behinderungen sind oft gleichzeitig pflegebedürftig. Aber auch nachwachsende behinderte Menschen bedürfen wegen der zunehmenden Komplexität der Behinderungen mehr und mehr der Pflege. Der Aspekt Pflege und Behinderungen wird in den Institutionen der Pflege kaum wahrgenommen, obwohl die behinderten Menschen besondere Pflegebedürfnisse haben. Hierzu gehört es auch, den „neuen“ Pflegebegriff, der derzeit diskutiert wird, auf die Situation der Menschen mit Behinderungen zu beziehen. Das Thema soll innerhalb der ARGE weiter vorangetrieben werden.